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Die Geschichte(n) der Anderen: Literatur und Erinnerungskultur in der postmigrantischen Gesellschaft

[Es liegen keine Daten vor.]/[No data available.]
 
SS 2026
  1030010

Unterrichtssprache/Teaching language
Deutsch/German

Termine/Dates
Do 09.04.2026–09.07.2026 10:00–12:00  C03-LG 1 | 110

Anmeldung
Anmeldung per Selbsteinschreibung auf Moodle (Einschreibeschlüssel "Die Geschichte(n) der Anderen") oder in der ersten Sitzung (C23, Raum 405).
Registration
[No data available.]

Module/Modules
M Lit 2011 A01#02 // S 6LP  ::326683::
M Lit 2011 B01#01 // S 6LP  ::326686::
M Lit 2011 B03#01 // S 6LP  ::326680::
M Lit 2011 B06#01 // S 6LP  ::326684::
M Lit 2020 A01#02 // S 6LP   ::326679::
M Lit 2020 B01#01 // S 6LP   ::326682::
M Lit 2020 B03#01 // S 6LP   ::326681::
M Lit 2020 B06#01 // S 6LP   ::326685::

Kommentar
Wenn in öffentlichen Diskussionen von Erinnerungskultur und kollektivem Gedächtnis die Rede ist, wird dies meist mit der Vorstellung einer mehr oder minder homogenen Tradierungsgemeinschaft verknüpft, für die der Rückbezug auf ihre Vergangenheit identitätsstiftende Wirkung hat. In diesem Sinn soll sich etwa eine Nation ihrer Geschichte und Identität im Zuge gemeinsamen Erinnerns und auf der Basis geteilter Überlieferungen vergewissern; Prozesse der Kanonbildung oder die Einrichtung entsprechender Gedenktage und Erinnerungsorte sichern das ab. Solche Prozesse sind jedoch keineswegs unproblematisch. Mit dem Hinweis, dass Geschichte von den Siegern geschrieben werde, deutet schon Walter Benjamin auf Ausschlüsse, Asymmetrien und Brüche im Überlieferungs- und Kanonisierungsprozess. Gerade die großen Dimensionen sozialer Ungleichheit – race, class, gender – sind auch konkreten Ausformungen von Erinnerungskultur eingeschrieben. In besonderer Weise stellen sich Fragen der Erinnerungskultur in postmigrantischen Gesellschaften: Was geschieht, wenn in der Folge von Migrationsbewegungen andere Vergangenheiten ins Spiel kommen? Verschiedene Problemdimensionen lassen sich unterscheiden: 1. Inwiefern sind diese Vergangenheiten überhaupt zugänglich, wenn Migration doch immer ein Moment der Diskontinuität beinhaltet? Dieses Problem stellt sich vor allem Nachkommen von Migrant:innen. Welche Strategien, sei es der Recherche, der Phantasie oder des Erzählens, werden entwickelt, um mit dieser Diskontinuität umzugehen und den Geschichten der Vorfahren nachzuspüren? 2. Inwiefern finden andere Geschichten bzw. die Geschichten der ‚anderen‘ Eingang ins kollektive Gedächtnis und Anerkennung auch bei Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft? 3. Welche Konsequenzen hat es, wenn sie dies tun und welche Konflikte entstehen in diesem Zusammenhang? Welche Rolle spielt eine mögliche Konkurrenz unterschiedlicher Opfer-Narrative, wie sie nicht nur im deutschsprachigen Raum im Blick auf die Shoah und die Verbrechen des Kolonialismus zu beobachten ist? Erlaubt eine ‚multidirektionale Erinnerung‘ (Michael Rothberg), beides in produktiver Weise zu verbinden? Mit diesen und weiteren Fragen werden wir uns im Seminar auseinandersetzen. Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit theoretischen Positionen zu Fragen der Erinnerung, des kollektiven Gedächtnisses und des Verhältnisses zwischen Migration und (nationaler, aber zunehmend auch globaler und glokaler) Erinnerungskultur, im zweiten mit in den letzten Jahren erschienenen Romanen, die sich in den skizzierten Zusammenhang eingeschrieben haben, und deren literarischen Strategien. Die Veranstaltung findet bis auf weiteres in C23, Raum 405 statt.
Comment
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Literatur/Literature
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Mehr... Legende Termintypen

 = wöchentlicher Termin , ET = Einzeltermin , AB = A- oder B-Woche , Vo = Vorbesprechung , Ex = Exkursion , Kl = Klausur , Tä, At, Wt = täglicher (Block-)Termin , nV = nach Vereinbarung/nicht festgelegt.  = wöchentlicher Termin (meets weekly) , ET = Einzeltermin (meets one time only) , AB = A- oder B-Woche (alternating: “A” or “B” weeks) , Vo = Vorbesprechung (preliminary meeting) , Ex = Exkursion (excursion/study trip) , Kl = Klausur (exam) , Tä, At, Wt = täglicher (Block-)Termin (meets daily/block seminar) , nV = nach Vereinbarung/nicht festgelegt (by appointment, TBA).

Mehr… Legende Raumbezeichnungen

AMG = AudiMaxGebäude , APS = AlteParteiSchule , FG = Forschungsgebäude , GH = Gartenhaus , GSH = Große Sporthalle , HdProjekte = Haus der Projekte , KSyn = Kleine Synagoge , LG = Lehrgebäude , MG = Mitarbeitergbäude , MTV Halle = Männerturnverein Halle , SH JP = Schwimmhalle Johannesplatz , WBS = Willy Brandt School , ZSG = Zentralschulgarten

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